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On 02, Mai 2013 | In | By Petermann

REACH

REACH: Chemikaliengesetzgebung in der EU und darüber hinaus

Als gefährliche Substanzen gelten unter anderem Stoffe, die als krebserzeugend oder toxisch eingestuft sind. Ihre Verwendung ist in vielen Ländern reglementiert. So auch in der EU, wo die europäische Verordnung REACH 1907/2006/EG (Registration, Evaluation and Authorisation of Chemicals) am 1. Juni 2007 in Kraft getreten ist. Werden gefährliche Substanzen als sogenannte Kandidatenstoffe eingestuft, so gelten für sie bestimmte Informations- und teilweise auch Zulassungspflichten.

Die REACh-Verordnung hat über die EU hinaus Bedeutung, denn viele Länder orientieren ihre Chemikaliengesetzgebungen daran. Die gilt für europäische Länder wie Serbien, Mazedonien oder Montenegro. Aber beispielsweise auch die Türkei, Süd-Korea oder China haben REACH-ähnliche Regelwerke implementiert. Weitreichende Chemikaliengesetzgebungen existieren auch in Kanada und den USA (Toxic Substances Control Act/TSCA). Speziell in Kalifornien gilt die Proposition 65.

Unter den einschlägigen Chemikalienverordnungen können folgende Verpflichtungen für Hersteller oder nachgeschaltete Anwender wirksam werden: Registrierung von Chemikalien, Stoffverbote für bestimmte Verwendungen oder Produkte, Informations- und Notifikationspflichten sowie Kennzeichnungsanforderungen.

Nahezu zeitgleich zu REACH wurde das Globally Harmonized System (GHS) in der EU durch die CLP-Verordnung 1272/2008/EG (Classification, Labelling and Packaging of Chemicals) umgesetzt. GHS und die CLP-Verordnung verlangen die Einstufung und Kennzeichnung von Stoffen. Weltweit haben zahlreiche Länder hierzu Gesetzgebungen erlassen.