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On 02, Mai 2013 | In | By Petermann

Konfliktmineralien

Konfliktmineralien: Offenlegungs- und Berichtspflichten in der Lieferkette

Der Dodd-Frank Wall Street Reform and Consumer Protection Act (Absatz 1502) verpflichtet US-börsennotierte Unternehmen, die Herkunft bestimmter Rohstoffe („Konfliktmineralien“) in ihren Produkten offenzulegen. Zu diesen Konfliktmineralien, die auch als „3TG“ bezeichnet werden, gehören die Metalle Zinn (tin), Wolfram (tungsten), Tantal (tantalum) und Gold. Diese Metalle werden überwiegend in der Produktion von Elektro- und Elektronikprodukten und deren Komponenten verarbeitet.

Zu den Herkunftsländern/Krisenregionen, die unter den Dodd-Frank Act fallen, gehören die Demokratische Republik Kongo (DRC) und angrenzende Staaten wie Angola, Burundi, Sudan oder Tansania. In diesen Ländern kommt es besonders häufig vor, dass bewaffnete Rebellenkonflikte durch den Handel mit Konfliktmineralien finanziert werden.

Nach dem Dodd-Frank Act verpflichtete Unternehmen müssen daher die Herkunft der von ihnen verwendeten Konfliktmineralien bis zur Schmelze zurückverfolgen. Sie sind dazu verpflichtet, die gesammelten Informationen zu konsolidieren und einmal im Jahr an die US-Börsenaufsichtsbehörde (SEC – Securities and Exchange Commission) in einem umfassenden Konfliktmineralien-Report zu melden.

Nicht-börsennotierte Firmen sind nicht direkt vom Dodd-Frank Act betroffen. Dennoch hat der Dodd-Frank Act mittelbar Auswirkungen für diese Unternehmen. Als Zulieferer von US-börsennotierten Unternehmen wird von ihnen die Offenlegung ihrer Lieferkette und der Herkunftsnachweis von in ihren Produkten enthaltenen Konfliktmineralien verlangt.